Berlin/Baden-Baden (ohje) – Die sogenannte Alternative für Deutschland (AfD) hat gestern den ersten Flüchtling aufgenommen. Dabei handelt es sich um den in Baden-Baden lebenden L.L. (Name der Redaktion bekannt). Das hat Mercurius in Berlin erfahren.

Der aus Syrien Geflüchtete spricht fast fehlerlos Deutsch. Vor allem kann er fehlerlos schreiben. Daran hapert es in der AfD. (Tatsache!)

„Uns ist aufgefallen, dass unsere Freunde gerade bei Facebook viele Fehler machen, vor allem bei der Rechtschreibung…“, beschreibt ein AfD-Vorstandsmitglied am Rande des Parteitags die missliche Lage. Sehr mau seien die Kenntnisse in Fragen der Groß- und Kleinschreibung. Besonders im Badischen, so das Vorstandsmitglied weiter, seien aber auch die Grammatik-Fähigkeiten der Mitglieder unterentwickelt. Dativ und Genitiv seien Fremdworte. Dafür führte er ein Beispiel an: „Wir sind für die Macht dem Volk.“ So könne es nicht mehr weitergehen.

Deshalb soll es nicht bei der Aufnahme eines einzigen Geflüchteten bleiben: Die Partei will weitere Syrer, Somalier und Afghanen, die perfekt Deutsch schreiben, als Lehrer in die Kreisverbände entsenden. Allerdings ist dieser Kurs in der Partei höchst umstritten. Vor allem die östlichen Landesverbände machen mobil: „Wir kennen die doch gar nicht. Wir haben noch nie mit einem Ausländer, geschweige denn mit einem Asylanten gesprochen.“

Ein Professor aus Baden-Württemberg, so etwas Ähnliches wie Parteichef der AfD, fürchtet zudem um die Identität seiner Truppe: „Ich warne vor diesem Ansatz. Wir haben ja nichts gegen Ausländer und schon gar nichts gegen Asylanten. Aber wo Schluss ist, da ist Schluss.“ Die Frage, ob ein gegenseitiges Kennenlernen nicht vielleicht Verständnis wecken könnte, verstand der Professor nicht. Seine Furcht ist, dass das Projekt auf die Ärzteschaft ausgeweitet werden und mithin auch geflüchtete Psychologen sich um rechtsnationale Extremisten kümmern könnten.

(Vorsicht: Satire!)