Liebe Leute,

Kommunikation ist häufig beschwerlich… Man weiß das. Man kennt das. Privat und/oder beruflich. Ein besonders schwieriger Fall fällt mir nahezu täglich auf: Fahrradweg(e) zwischen West- und Innenstadt. Darüber hatte ich vor nahezu drei Jahrzehnten erstmals etwas geschrieben. Damals war es gewissermaßen meine Profession – heute ist es … nun ja, eine Herzenssache. Man ist ja Menschenfreund. 

Um es vorwegzunehmen: Niemand muss auf mich hören. Aber: Seit meinem damaligen Radweg-Test sind die zum Teil gefährlichen Unzulänglichkeiten nicht geringer geworden. Das ist (auch) deshalb schade, weil die Stadt Baden-Baden viel, viel Geld ausgibt: Sie spendiert eine versiegelte Unterlage entlang der sogenannten Grünen Einfahrt. Das kostet mehrere 100 000 Euro. Wenn’s regnet, wird man fortan selbst bei rascher Fahrt nicht mehr schmutzig – nur noch nass…  

Ich ganz persönlich (persönlich!) bin im Kern immer noch dieser Auffassung: Bevor man viel Geld in „Verbesserungen“ oder gar Neuerungen investiert, sollte man zunächst die Defizite beseitigen. Das macht jedenfalls (fast) jeder Hauseigentümer so. Aber, nun ja, man kann das anders sehen.

Etwas Bösen – und Liebes

Das baden-württembergische Verkehrsministerium will beispielsweise landesweit zehn Radschnellwege schaffen – pro Kilometer (!) kosten diese „Radautobahnen“ zwischen einer halben und einer vollendeten Million Euro. Man könnte ja zunächst auch erst einmal die Lücken im bestehenden Netz schließen – auch hier in Mittelbaden… Das könnte man. Das aber ist wahrscheinlich nicht so prestigeträchtig…

Ok, das war jetzt wieder böse. Deshalb jetzt etwas Liebes. Als ich vor fast drei Jahrzehnten in diese Stadt kam, hieß es noch: Hier fährt sowieso kaum jemand Rad – zu viele Hügel. Die Hügel sind noch da – aber das Bewusstsein hat sich verändert. Und es gibt Fahrräder mit Akkus… Und vielleicht schafft es irgendwer irgendwann noch während meines irdischen Daseins, für einen unproblematischen, sicheren Fahrradweg in die Innenstadt zu sorgen. Dann schreibe ich auch nie mehr etwas. Versprochen!

Also mich täte das beruhigen… Übrigens: Falls Ihr rund um Radwege etwas Krummes oder Seltsames oder Wunderbares entdeckt – nur zu. Schreibt mir. Wir gucken dann mal…

 


Hier meine Strecke in die Innenstadt und die Auffälligkeiten: 

  • Weg jetzt geteert. Rollt super – Radfahrer schneller unterwegs als früher. Problem: keine Trennung von Radfahrern und Fußgängern (auch jene mit Hunden und langen Leinen…); gefährliche Begegnungen häufig.
  • kurz vor Verfassungsplatz: keinerlei Hinweis, dass Radfahrer und Fußgänger queren. Gefährlich!
  •  Übergang Verfassungsplatz Richtung Innenstadt: Bei Rot dauert es sage und schreibe 1 Minute 24 Sekunden.
  • Im Park und vor dem Festspielhaus häufig Kuddelmuddel von Fußgängern und Radfahrern. Bei Konzerten im Musentempel ist das zudem höchst problematisch. Besonders gefährlich: Engstelle am Kiosk.
  • Querungen vor und nach dem Robert-Schuman-Platz: Hinweise fehlen erneut… Extrem gefährlich übrigens in Fahrtrichtung stadtauswärts: Radfahrer müssen die Seite wechseln…
  • Markierungen für Radfahrer enden abrupt kurz vor Hindenburgplatz: Engstelle!
  • Kaiserallee…. Taxiplatz… Höhe Kolonnaden… Theater…     Markierungen fehlen oder sind ein Opfer der Zeit…
  • Das bleibt so bis zur … hurra: „Fahrradstraße“. Man müsste jetzt nur noch den Autofahrern erklären, was das bedeutet…