Berlin/Erfurt/Baden-Baden (ohja) – Der FDP-Landesverband Thüringen ist für den bundesweit bedeutenden „Preis der Kindergärten“ nominiert worden. Das hat Mercurius erfahren. 

Der Preis wird jährlich ausgelobt vom Verband „Early Childhood Education“ (ECE). Der Präsident des Verbands, Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Heinz Labernetrumhier, sagte auf Anfrage: „Die Auszeichnung für die Thüringer FDP ist nur auf den ersten Blick merkwürdig und überraschend.“ Denn: „Niemand hat sich so schnell auf Augenhöhe mit Kindern begeben. Denken Sie etwa an die Stuhlkreise in Kindergärten: Wenn Kevin nicht will, macht er einfach nicht mehr mit.“

„Wie bei Kevin“

Auf das Siegertreppchen für den „Preis der Kindergärten“ hat es die FDP geschafft, weil sie nicht an der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen teilgenommen hat: Die Abgeordneten blieben bei allen Wahlgängen einfach auf ihren Plätzen im Landtag sitzen. „Wie bei Kevin“, sagte Professor Labernetrumhier. Das sei sehr verhaltensauffällig. Zumal sich der FDP-Fraktionschef noch vor wenigen Wochen von den Rechtsaußen hatte wählen lassen. Nunmehr an der neuerlichen Wahl gar nicht mehr teilzunehmen, sei „kindisch, ja trotzig“.

Diese Verhaltensauffälligkeit der FDP sei aber geeignet, mehr als nur ein Schlaglicht auf die täglichen Herausforderungen in Kindergärten zu werfen: Erzieher und Erzieherinnen mühen sich Tag für Tag, Kinder zu sozialer Kompetenz anzuleiten. Vielfach müssten Defizite in der Erziehung im Elternhaus aufgearbeitet werden. Das sei auch bei der FDP so.

Sonderedition: „Liberaler ärgere Dich nicht“

Labernetrumhier prognostizierte unterdessen, dass die FDP demnächst gar nicht mehr an einem Wahlgang teilnehmen müsse: „Auch das ist wie bei Kevin: Wer sich selbst ausgrenzt, landet in der Isolation. Da sind auch wir als Frühpädagogen manchmal machtlos.“

Unterdessen hat Labernetrumhier, der sich als bedeutender Wissenschaftler für Early Education einen Namen gemacht hat, auch bestätigt: Zu Ehren der Thüringer FDP soll anlässlich der Preisübergabe eine Sonderedition des Spiels „Mensch ärgere Dich nicht“ auf den Markt kommen – mit ausschließlich gelben Figuren… Das Spiel mit dem Namen „Liberaler ärgere Dich nicht“ dient vor allem der Selbstbeschäftigung…

Anmerkung: „Es soll ja Leute geben, die tatsächlich glauben, Satiriker schrieben ihre Texte wirklich zum Spaß…“ (Wolfgang Reus)

Foto/Montage: pf