Baden-Baden (ohja) – Angesichts der Hamsterkäufe steigt die Stadt Baden-Baden in die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ein. Nach Informationen von Mercurius sind sämtliche Partnerstädte mit im Boot – auch Sotschi. Die ebenfalls international beseelte russische Stadt fürchtet um das „good-good-life“ in BAD und rät: „Six vodka a day keeps corona away.“

Anlass: Auch in der Kurstadt sind die Regale teilweise leergeräumt. Auslöser: Angst vor dem Corona-Virus. Um alle irdisch denkbaren Vorbereitungen zu treffen, hat die Verwaltung laut Pressemitteilung ein Gremium eingesetzt: „Beim städtischen Fachbereich Ordnung und Sicherheit hat sich bereits federführend eine Stabsgruppe als Vorstufe des sogenannten Katastrophenschutz-Verwaltungsstabes gebildet.“ (Tatsache!) „Die Gruppe trifft sich an jedem Arbeitstag täglich morgens.“ (Tatsache!) Zur Verdeutlichung: an jedem Arbeitstag – und das täglich… 

In dieser Gruppe ist die einmütige Entscheidung der Rathausspitze („Bürgernähe ist das A und O“) heute Morgen beim frühen Kaffee im Beisein der Feuerwehr einstimmig befürwortet worden. Der Kommandant: „Wenn etwas ausbricht, sind wir da. Ob Feuer oder Virus – egal.“

Knäckebrot, Zitronen, Knödel…

Der Reihe nach: Die italienische Partnerstadt Moncalieri (Sankt Bernhard!) hat den Kontakt zum führenden Hersteller von Knäckebrot geknüpft. Nur wenige wissen: Die schwedische Wasabröd AB heißt seit 1999 Barilla Sverige AB. (Tatsache!) Barilla (Sitz: Parma) wiederum ist von manchen Discountern im Zuge des Preiskampfs verbannt worden – bleibt also auf viel Knäckebrot sitzen (Tatsache!). Vor allem die Sorte „rustikal“ wird in Baden-Baden verteilt. Motto: „Lebst Du noch oder isst Du schon?“ 

Die tschechische Partnerstadt Karlovy Vary hat zur inneren Reinigung angeboten, Tanklastwagen mit Thermalwasser zu schicken. Das wurde dankend abgelehnt. Grund: Das im kurstädtischen Heilwasser enthaltene Arsen tötet das Virus besser. Karlovy Vary wird nun Knödel (vakuumiert) liefern. 

Die südfranzösische Partnerstadt Menton schickt Zitronen und zitronenhaltige Produkte wie Säfte und Öle. „Das stärkt die Abwehrkräfte“, heißt es von der Ärzteschaft. 

Größte Wirkung: Wodka

Die größte Wirkung verspricht man sich allerdings von den Lieferungen aus Russland: Schon die zahlreichen kurstädtischen Delegationen, darunter auch viele Stadträte, haben immer wieder von den segensreichen Wirkungen von Wodka berichtet. Vor allem größere Mengen erweisen sich als hilfreich. Auch psychisch. Denn: „Wie soll man denn all’ den Mist ertragen?“, so ein Teilnehmer der Verwaltungsgruppe gegenüber Mercurius. „Wir genehmigen uns jeden Morgen zum Kaffee einen – dann geht alles leichter. Und es schützt!“

Zudem: Der zum Teil hochprozentige russische Wodka lässt sich nicht nur prima trinken. Sondern: Ist gerade keine Seife zur Hand, kann der Wodka direkt auf die Haut aufgetragen werden. Desinfektionsmittel, die meist gar nicht gegen eine Infizierung schützen, sind ebenfalls vielfach ausverkauft.

Die Partnerstadt Jalta (auf der Krim) will den gleichnamigen Sekt liefern. Dessen hilfreiche Wirkung stellt sich indessen erst nach deutlich erhöhtem Konsum ein. Dann ertrinkt das Virus… 

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Anmerkung: 

Ich lüge so, dass meine Zunge schwarz wird, hörst du das nicht? Du musst doch merken, dass das gelogen ist. Du darfst dir doch nicht alles Mögliche von den Leuten einreden lassen!

(Pippi Langstrumpf)