Liebe Leute,

heute melde ich mich mal wieder mit einem Text – er wird kürzer als sonst. Hoffentlich! 🙂

Im Kern glaube ich, dass man ein Land zu Fuß am besten kennenlernt. Oder mit dem Fahrrad.

Wer jemals versucht hat, die Toscana mit dem Rad zu erobern, sieht die ach so lieblichen Hänge plötzlich ganz anders… Deutlich heftiger ist es auf den meisten Inseln der Kapverden. Deshalb bin ich hier meist nur auf meinen zwei Beinen unterwegs. Eine ganz intensive Erfahrung… Und vor allem bietet es die Chance, sehr genau und in Ruhe zu beobachten und wahrzunehmen. 

Dieser Tage kam ich in einem kleinen Dörfchen vorbei – und hielt dort längere Zeit auf einem kleinen Platz inne. Während meine Blicke so umher streiften, entdeckte ich gleich zwei Zitate an Häuserwänden… 

Wandmalereien sind auf den Kapverden sehr verbreitet. In der Regel verstehe ich die meist kurzen Botschaften, auch ohne des Portugiesischen mächtig zu sein. Diesmal aber musste ich nach der Rückkehr zur Übersetzungs-App greifen. 

Und siehe da: „Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben“ – den Autor konnte ich nicht recherchieren. Es ist aber eigentlich unerheblich. Schließlich geht’s ja um die Haltung… – zum Leben. 

Das zweite Zitat stammt von Fernando Pessoa (1888 – 1935), dem bedeutenden portugiesischen Dichter, Schriftsteller und Geisteswissenschaftler: „Ich habe alle Träume der Welt in mir.“ 

Ganz unabhängig von der auch mir nicht fremden Neigung, den Dingen existenzphilosophisch auf den Grund zu gehen: Kann man sich vorstellen, dass derlei Zitate bei uns am Ortseingang prangen? Meinetwegen nur auf einem Schild? Ich glaube nicht.

Warum das so ist – darüber möchte ich schweigen. Sonst wird der Text noch länger… 🙂 

„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben“…