Liebe Leute, ich liebe Tiere. Und Ihr? Also ich ganz, ganz persönlich – wer sonst? – liebe ganz arg besonders die Gelbbauchunke. Das ist ein kleiner Froschlurch. Der Anlass für meine Worte ist das Foto unten – das mit dem Matsch und der Sonne. Ich persönlich, also wieder ganz persönlich (!), schlage vor, das Foto zu küren – als bestes ever. Womöglich, wenn Ihr mithelft, schafft es der Schnappschuss der Stadtverwaltung in die Endauswahl der Pressefotos des Jahres.

Ich muss aber wieder einmal zwanghaft ehrlich sein. Denn: Das Foto ist schon Ende vergangenen Jahres verschickt worden – so um die Weihnachtszeit. Und zwar per Pressemitteilung… Es ist auch in diversen Medien veröffentlicht worden. Doch eben leider ohne besondere Würdigung… Das muss sich ändern.

Denn: Es wurde ein Plätzchen für die Gelbbauchunke geschaffen. Hallo! Und zwar im Jagdhäuser Wald. Nun müsst Ihr wissen: Solche Sachen macht unsere Verwaltung öfter – und andere Verwaltungen tun’s auch. Naturschutz, Artenvielfalt, Biodiversität, Ökosystem… Jesses! Und natürlich geht’s dabei nicht nur um meine geliebte Gelbbauchunke, sondern – nur so zum Beispiel – auch um die Teichralle. Dieser braunschwarze Vogel lebte einst unter anderem dort, wo jetzt das Hotel Roomers steht. Dort ist nun kein Platz mehr – also für den Vogel. Gewisse andere Vögel (menschliche) soll man dort indessen durchaus sehen… 

Als ökologische Ausgleichsmaßnahme (so heißt das halt) für das Hotel wurde in den Schweigrother Matten schon vor Jahren auch ein Plätzchen geschaffen – und zwar für die Teichralle wie jetzt für meine geliebte Gelbbauchunke. Also: Hier Räume für Menschen, da Räume für Unken und Rallen. Die Gäste, äh, Unken und so können kommen. Doch leider weiß man überhaupt nicht, ob etwa die fliegenden Rallen den Weg aus der Innenstadt in die Schweigrother Matten gefunden haben. Nicht unken jetzt, gell!

Ich ganz persönlich, also wirklich super extraordinär persönlich, unke: Zum Beispiel mit dem Klimaschutz klappt’s – leider, leider – nicht so. Die einst (auch in Baden-Baden und sonst wo wie in Berlin) beschlossenen Ziele werden grandios verfehlt. Und dass täglich Tierarten aussterben, nun ja. Und dass man giftiges Zeug’s auf die Äcker und in die Reben spritzen darf, also zum Beispiel Glyphosat und so – lieber Gott, immer dieses Gemotze! Und dass wir (fast) alle so leben, also gäbe es kein Morgen… Immerhin meine geliebte Gelbbauchunke hat ein Plätzchen. Man kann ja nicht alles haben – oder was meint Ihr so?